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Aktualisiert: 2026-03-31

Google Veo 3 im Test: Ist KI-Video bereit für die Content-Produktion?

Lohnt sich Google Veo 3 für Content Creator? Ich habe 3 Szeanrien via Gemini getestet. Mein Fazit zu Qualität, Prompting-Hacks und warum die GUI nervt.

Leopold Bosankic

Leo ist CEO und Co-Founder von Researchly mit jahrelanger Erfahrung als Investment Manager, KI-Berater & Data Scientist.

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Einleitung

Vor ein paar Tagen habe ich zum ersten Mal Googles neues KI-Video-Tool Veo 3 ausprobiert. Für uns ist das besonders spannend, da wir ständig auf der Suche nach neuen, effizienten Wegen für die Content-Erstellung sind.

Ich habe mein Google AI Abo bis ans Limit gereizt (aktuell sind nur wenige Prompts pro Tag möglich) und drei Szenarien durchgespielt. Wichtig dabei: Ich habe die Prompts direkt über Gemini eingegeben, nicht über Googles spezialisiertes Video-Tool "Flow".

Hier sind die Ergebnisse meines Experiments.


Die Testszenarien

Test 1: Der "Quick & Dirty" Ansatz

Prompt A: Eine simple, wahre Begebenheit: A person cooking a steak and making a mess but creating a delicious meal.

(Hier Video A einbetten oder Link einfügen) veo-prompt-1.png

Test 2: Der strukturierte "Reddit-Hack"

Prompt B: Das gleiche Szenario wie oben, aber massiv erweitert durch ein Prompt-Template von Reddit. Hier wurde dem Modell genau vorgegeben, was in welcher Sekunde passieren soll (Timeline, Kamerawinkel, Audio).

(Hier Video B einbetten oder Link einfügen) veo-prompt-2.png

Test 3: Der Personal-Clone Versuch

Prompt C: Ein neues Szenario ("Meal Prep"), ebenfalls basierend auf dem komplexen Template. Der Clou: Ich habe das LLM gebeten, die Person im Video basierend auf einem hochgeladenen Foto von mir zu generieren.

Das Referenzfoto: leopold-bosankic.jpg

(Hier Video C einbetten oder Link einfügen) veo-prompt-3.png


Fazit 1: Die Videoqualität

Jedes generierte Video hatte seine Tücken – unnatürliche Bewegungen, morphing Utensilien oder Details, die physikalisch keinen Sinn ergaben. Genau diese "Halluzinationen" machen die Videos für unsere angedachte, professionelle Content-Produktion aktuell noch ungeeignet (ganz abgesehen von Kosten/Nutzen und dem ROI).

Sicherlich ließen sich mit extrem detailliertem Prompting noch einige Fehler ausbügeln. Doch mein kleiner Test legt nahe: Für den "ernsthaften" Unternehmenseinsatz ist die Technologie – oder zumindest dieser Workflow – noch nicht ganz reif.

Aber eine spannende Frage bleibt: Reicht vielleicht schon ein mittelgutes Video, einfach weil Bewegtbild mehr Aufmerksamkeit generiert und "mehr" sagt als ein perfektes Stock-Foto?

Fazit 2: Das Interface (GUI) ist das Problem

Dieses Experiment hat mir vor allem eines verdeutlicht: Ein Chatfenster ist für komplexe Medienproduktion das falsche Interface.

  1. Video-Prompting ist zu komplex: Wer sich die Prompts unten ansieht, merkt schnell: Um gute Ergebnisse zu erzielen, muss man halbe Drehbücher schreiben (Kamera, Licht, Timeline). Das in ein Textfeld zu tippen, ist mühsam.
  2. Fehlende Guardrails: Woher weiß ich als Laie, was ein Video "gut" macht? Tools wie Gamma oder Canva leiten den Nutzer durch Best Practices und Vorlagen. Ein leeres Chatfenster bietet null Orientierung.
  3. Kognitive Belastung (Cognitive Load): In professionellen Tools wie Adobe Premiere führt mich die GUI visuell zum Ziel. Im Chatfenster muss ich gleichzeitig Regisseur, Kameramann, Beleuchter und Drehbuchautor sein – und das alles rein textbasiert managen. Das überfordert, kostet Zeit und ist frustrierend.

Anhang: Die verwendeten Prompts

Für alle, die es selbst ausprobieren wollen: Hier sind die (gekürzten und formatierten) Prompts, die ich für Test 2 und 3 verwendet habe.

Prompt B: Messy Steak Cooking (Strukturiert)

Metadata:
  prompt_name: "Messy Steak Cooking"
  base_style: "cinematic, photorealistic, 4K"
  aspect_ratio: "16:9"
  room_description: "Modern kitchen, sun-filled, stainless steel appliances..."
  camera_setup: "Single, fixed, wide-angle shot. No movement."

Key Elements:
  - Person in apron at stove
  - Sizzling steak in cast iron skillet
  - Splashes of oil, scattered herbs, dirty utensils

Timeline:
  00:00-00:01: Person steps to stove, raw steak ready. Quiet ambiance.
  00:01-00:02: Steak hits skillet. Loud sizzling, oil spatters.
  00:02-00:06: Cook flips steak, adds herbs/butter. Counter gets messy. Fast-paced cooking sounds.
  00:06-00:08: Plating with garnish. Cook smiles. Soft content sigh.

Prompt C: Meal Prep & Persona (Strukturiert)

Metadata:
  prompt_name: "Meal Prep – Personal Touch"
  base_style: "cinematic, photorealistic, 4K"
  key_elements:
    - "Person based on uploaded photo: fitted white t-shirt, round black glasses, short dark hair, trimmed beard"
    - "Glass meal prep containers, fresh produce"

Timeline:
  00:00-00:01: Person chopping veggies with precision. Gentle knife sounds.
  00:01-00:02: Spooning ingredients into containers.
  00:02-00:06: Hyper-lapse of rapid prep and stacking. Stomach grumbles.
  00:06-00:08: Person sits and eats immediately instead of storing it. Satisfaction.

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