TL;DR
Das Juli-Update bringt inhaltliche Vergleiche zwischen zwei oder mehr Analysen, URL-Scraping für eine oder mehrere Seiten direkt in der Analyse und über 20 neue Templates für Wettbewerb, Markt, Kunden und M&A.
Was ist neu im Juli?
Im Juni ging es um Patent-Playbooks, freigegebene Quellen und Recherchestrategien. Im Juli wird der Alltag der Analyse konkreter: Sie vergleichen Analysen inhaltlich statt in zwei Tabs, ziehen gezielte URLs in den Lauf und starten aus einer deutlich größeren Vorlagenbibliothek.
Inhaltliche Vergleiche: nicht nur Portfolios
Zwei Analysen nebeneinander zu lesen reicht selten. Der eigentliche Job ist der Abgleich: Welche Produkte überlappen? Wo sitzen Segmente anders? Wer ist in welcher Dimension stärker?
Bisher liefen zwei Analysen getrennt, der Diff blieb manuell. Jetzt wählen Sie zwei oder mehr Analysen, definieren im Step, was verglichen werden soll, und erhalten eine strukturierte Gegenüberstellung, Side-by-Side und inklusive Quellen. Das funktioniert für alles, was Sie in einer Analyse abbilden: Produktlinien, Standorte, Technologien, Marken. Portfolio von Firma A gegen Portfolio von Firma B ist der häufigste Fall, nicht die Grenze.
- Gemeinsamkeiten und Unterschiede: Entlang der Template-Dimensionen, nicht als freier Textblock.
- Relative Positionierung: Klar erkennbar, was zu A, zu B oder zum Diff gehört.
- Nachvollziehbarkeit: Quellen und Annahmen bleiben den jeweiligen Analysen zuordenbar.
| Vorher | Nachher |
|---|---|
| Zwei Reports, Abgleich in Excel oder Folien | Strukturierter Inhaltsvergleich im System |
| Unklar, welche Aussage zu wem gehört | Zuordnung zu A, B oder Diff pro Aussage |
| Tiefe hängt vom Analysten ab | Gleiche Vergleichslogik über Mandate hinweg |
Wer den Kontext einer klassischen Wettbewerbsanalyse kennt, erkennt den Hebel: weniger Copy-Paste, mehr entscheidungsreifer Diff. Für die visuelle Gegenüberstellung bleibt die Wettbewerbsmatrix der natürliche Nachbar-Workflow.
URL-Scraping: Gezielte Seiten in den Analyselauf
Offene Websuche findet viel. Manchmal wissen Sie aber schon, welche Seite zählt: die Specs-Seite, der Nachhaltigkeitsbericht, die Karriereseite mit den echten Zahlen.
In der Web-App können Sie jetzt eine oder mehrere URLs in einer Analyse hinterlegen. Researchly liest den Inhalt aus und behandelt ihn als Quelle neben der übrigen Recherche. Das ergänzt die freigegebenen Quellen aus dem Juni um den Fall „diese konkrete Seite muss rein“.
| Anwendungsfall | Nutzen |
|---|---|
| Produkt- und Spec-Seiten | Fakten vom Hersteller, nicht aus Aggregatoren |
| Presse und IR | Aussagen an der Originalquelle verankern |
| Mehrere Wettbewerber-URLs | Parallel auslesen, in einem Lauf auswerten |
Für Teams, die ohnehin Wettbewerbsbeobachtung automatisieren, ist URL-Scraping der kurze Weg von „ich habe die Links“ zu „sie stecken in der Analyse“. Wer öffentlich zugängliche Signale systematisch einordnet, findet den methodischen Rahmen in unserem Beitrag zu OSINT für Unternehmen.
Über 20 neue Templates: Von Marktgröße bis M&A-Fit
Ein Template ist ein fertiges Research-Playbook. Fragestellung, Rechercheschritte und Ergebnisstruktur stehen schon, Sie tragen Unternehmen, Markt oder Region ein und starten. Im Juli ist die Bibliothek um mehr als 20 Vorlagen gewachsen.
| Bereich | Neue Templates |
|---|---|
| Wettbewerb und Positionierung | Positionierung & Go-to-Market, Competitor Innovation Monitor, Wettbewerbsanalyse: Umsätze & Marktanteile, SWOT Peer Benchmark, Company Offering Breakdown |
| Markt, Nachfrage und Preise | TAM/SAM/SOM Bottom-Up, Marktgrößen-Annahmen brainstormen, Nachfragetreiber, Produktpreise erheben, Macro Environment Brief |
| Kunden und Vertriebskanäle | Endkunden-Segmentierung, Konkrete Endkunden je Land, Händlertypen-Segmentierung, Bedarf und Warengruppen-Mapping |
| M&A, Patente und Signale | Source Companies for M&A, M&A: Strategischen Fit bewerten, Patent Scouting Brief, News & Market Signals Brief |
Drei Beispiele, was konkret dahintersteckt:
- TAM/SAM/SOM Bottom-Up: Rechnet die Marktgröße von unten nach oben, also Zielgruppe mal Nutzungshäufigkeit mal Preis, mit offengelegten Annahmen, Quellen und einer Sensitivitätsrechnung.
- Nachfragetreiber: Benennt die Kräfte, die das Kaufvolumen einer Produktkategorie messbar nach oben oder unten bewegen, und lässt Schlagworte wie Innovation oder Digitalisierung bewusst weg.
- M&A: Strategischen Fit bewerten: Stellt Produktportfolio und kommerzielle Reichweite eines Targets Ihrem eigenen gegenüber und ordnet jeden Punkt als überlappend, ergänzend, angrenzend oder irrelevant ein.
Wie aus einem bewährten Vorgehen ein solches Playbook wird, zeigt der Template Builder.
Fazit
- Inhaltliche Vergleiche: Zwei oder mehr Analysen als strukturierter Diff mit Quellen, nicht als manueller Tab-Abgleich.
- URL-Scraping: Eine oder mehrere Seiten gezielt in die Analyse ziehen und als Quelle nutzen.
- Über 20 neue Templates: Fertige Playbooks für Wettbewerb, Marktgröße, Kundensegmente und M&A-Fit.
Die neuen Funktionen testen? Demo vereinbaren oder Gastzugang kostenlos testen.
Vergleiche, Quellen und fertige Playbooks in einem Stack
Starke CI- und Strategy-Teams 2026 brauchen mehr als einzelne Firmenprofile. Sie brauchen den Diff zwischen Objekten, die Möglichkeit, konkrete URLs belastbar einzuziehen, und fertige Playbooks, die nicht jedes Team neu erfindet. Das Juli-Release führt genau diese Schichten zusammen.
Drei konkrete Gewinne:
- Vergleiche zwischen Analysen ohne manuellen Abgleich zwischen zwei Reports.
- Gezielte Seiten als Quellen im Analyselauf, parallel zur übrigen Recherche.
- Über 20 fertige Templates statt Analysen, die bei jedem Mandat neu gebaut werden.
Wenn Sie Vergleiche, URL-Eingaben und fertige Research-Playbooks in einem System zusammenführen wollen, lohnt sich ein Test.
Leo, Stefan und Felix
Vorheriges Release: Juni – Patent-Playbooks, Quellen & Recherchestrategien


