TL;DR
Das Juni-Update bringt Patent-Due-Diligence-Playbooks für Tech-VCs und Deep-Tech-PEs, freigegebene Quellen für Marktanalysen auf Ihrer eigenen Informationsbasis und konfigurierbare Recherchestrategien, mit denen Analysen Ihrer internen Methodik folgen statt einer generischen KI-Logik.
Was ist neu im Juni?
Im Mai ging es um Quellen-Scoring, Quality Checks und die Skill Engine. Im Juni geht es einen Schritt weiter: Sie bestimmen jetzt, auf welcher Quellenbasis Researchly arbeitet, machen IP-Risiken vor dem Deal sichtbar und bilden Recherche als wiederholbaren Prozess ab. Researchly recherchiert damit nicht nur breiter, sondern gezielter, kontrollierter und näher an der Art, wie Ihr Team ohnehin denkt.
Patent-Due-Diligence-Playbooks: IP-Risiken vor der Investition
Bei Deep-Tech-Deals entscheidet oft nicht Team oder Markt, sondern die Frage, ob die Technologie schützbar und frei operierbar ist. Manuelle Patentrecherche kostet Zeit und liefert von Deal zu Deal unterschiedliche Tiefe. Selten wird sie zweimal gleich durchgeführt.
Die neuen Patent-Due-Diligence-Playbooks sind für Tech-VCs und Deep-Tech-PEs gebaut und ziehen eine strukturierte IP-Prüfung in einem Durchlauf durch:
- Technologische Differenzierung bewerten: Wie einzigartig ist die Technologie des Targets wirklich, jenseits der Behauptungen im Pitch-Deck?
- Wettbewerbsrisiken erkennen: Patentüberschneidungen, mögliche Infringement-Szenarien und Deal-Risiken werden früh im Prozess sichtbar.
- White Spaces aufdecken: Unterpatentierte Felder, aufkommende Trends und attraktive Innovationschancen lassen sich gezielt identifizieren.
| Aspekt | Nutzen |
|---|---|
| Geschwindigkeit | IP-Check als Playbook statt Einzelrecherche pro Analyst*In |
| Vergleichbarkeit | Gleiche Kriterien über Deals und Mandate hinweg |
| Risikotransparenz | Überschneidungen und Lücken vor dem Investment Committee |
Die Playbooks bauen auf der Patent Search aus dem April-Release auf und machen aus dem Tool-Zugang fertige Workflows. Warum sich Patentdatenbanken in der Competitive Intelligence nicht durch ein LLM allein ersetzen lassen, haben wir separat beschrieben.
Wer die Prüfung breiter aufziehen will, kombiniert die Playbooks mit einer Technology Due Diligence über Produkt und Tech-Stack.
Freigegebene Quellen: Von vertrauenswürdiger Basis zur fertigen Marktanalyse
Nicht jede Quelle taugt für strategische Entscheidungen. Aggregator-Seiten, veraltete Pressemitteilungen und anonyme Foren erzeugen zwar Output, aber selten Vertrauen im Investment Committee oder im Vorstand.
Mit freigegebenen Quellen bestimmen Sie, auf welcher Informationsbasis Researchly arbeitet. Sie definieren die Quellen, denen Ihr Unternehmen vertraut, von Registern über Branchenreports bis zu ausgewählten Datenbanken und internen Dokumenten. Wer diese Quellen erst noch zusammenführen muss, findet dort den passenden Rahmen. Researchly recherchiert danach ausschließlich in den freigegebenen Quellen. Das Ergebnis sind Analysen mit nachvollziehbaren, konsistenten Entscheidungsgrundlagen und mehr Vertrauen in jede Empfehlung.
| Vorher | Nachher |
|---|---|
| Breite Web-Recherche ohne klare Quellenlogik | Recherche nur in freigegebenen, vertrauenswürdigen Quellen |
| „Woher stammt das?“ erst nachträglich klären | Quellenbasis von Anfang an definiert und auditierbar |
| Uneinheitliche Qualität je nach Analyst*In | Konsistente Informationsbasis über Teams |
Das ergänzt das Quellen-Scoring aus dem Mai. Dort filtert Researchly nach Signalstärke, hier legen Sie fest, welche Quellentypen überhaupt zulässig sind. Der methodische Hintergrund dazu steht in unserem Beitrag zu Quellenqualität, Bias und Auditfähigkeit.
Kontrollierte Quellen sind auch der wirksamste Hebel gegen erfundene Kennzahlen, wie unser Beitrag zu Halluzinationen im KI-Research zeigt.
Konfigurierbare Recherchestrategien: Ihre Methodik, automatisiert
Jedes Unternehmen entwickelt mit der Zeit eine eigene Analysemethodik. Manche starten mit Geschäftsberichten, andere mit Branchenpublikationen oder Firmenwebsites. Bisher folgte die KI oft einer generischen Recherchelogik, unabhängig davon, wie Ihr Team tatsächlich arbeitet.
Mit konfigurierbaren Recherchestrategien bestimmen Sie, wie Researchly eine Recherche durchführt. Sie legen fest, welche Rechercheschritte ausgeführt werden und in welcher Reihenfolge. Aus einer einzelnen Recherche wird ein standardisierter Prozess, den Ihr gesamtes Team nutzt, und die Analyse folgt Ihrer internen Methodik statt einzelner Prompts.
| Ergebnis | Bedeutung |
|---|---|
| Wiederholbare Recherchen | Gleicher Ablauf bei jedem Mandat, reproduzierbar und vergleichbar |
| Einheitliche Standards | Teams arbeiten nach demselben Playbook, nicht nach individuellen Gewohnheiten |
| Transparente Analysen | Jeder Schritt bleibt nachvollziehbar, auditierbar für Compliance und QS |
| Methodik im System | Bewährtes Vorgehen bleibt erhalten, auch wenn erfahrene Kolleg*Innen gehen |
Damit wird die Skill Engine aus dem Mai konkret: Skills codifizieren die Expertise, die Recherchestrategien definieren den konkreten Ablauf jeder Analyse. Warum diese Methodik ins System gehört und nicht in einzelne Köpfe, steht in unserem Beitrag zu implizitem Wissen und Wissensverlust.
Wie ein solches Playbook in der Praxis aussieht, zeigt der Template Builder: ein digitalisiertes Research-Vorgehen, das jedes Teammitglied identisch abrufen kann.
Fazit
- Patent-Due-Diligence-Playbooks: Technologische Differenzierung, Wettbewerbsrisiken und White Spaces als standardisierter IP-Workflow für Tech-VC und Deep-Tech-PE.
- Freigegebene Quellen: Recherche nur auf Ihrer definierten Informationsbasis, nachvollziehbar und konsistent.
- Konfigurierbare Recherchestrategien: Rechercheschritte und Reihenfolge nach Ihrer Methodik, wiederholbar über Teams und Mandate hinweg.
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Governance, IP und Methodik in einem Stack
Die stärksten Research- und Investment-Teams 2026 verbinden kontrollierte Quellen, früh sichtbare IP-Risiken und skalierbare Analysemethodik in einem System statt in drei getrennten Werkzeugen. Das Juni-Release führt diese Schichten zusammen: Freigegebene Quellen sichern die Informationsbasis, Patent-Playbooks strukturieren die IP-Prüfung, Recherchestrategien übertragen Ihre Methodik auf jeden Lauf. Wie Investoren und Berater damit Trends erkennen, bevor sie Mainstream werden, ist die logische nächste Anwendung.
Drei konkrete Gewinne:
- IP-Risiken und White Spaces vor der Investition, nicht erst mitten in der Due-Diligence-Phase.
- Analysen auf einer definierten, auditierbaren Quellenbasis statt auf beliebigen Web-Treffern.
- Einheitliche Rechercheprozesse über Teams hinweg, also Ihre Methodik automatisiert.
Wenn Sie Quellengovernance, Patent-Workflows und firmeneigene Recherchestrategien in einem System zusammenführen wollen, lohnt sich ein Test.
Leo, Stefan und Felix
Vorheriges Release: Mai – Quellen-Scoring, Quality Checks & Skill Engine


